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07.06.2017, 15:54 Uhr | Hayo Wiebersiek
CDU Norden zum Thema der Zentralklinik
Ja zum Erhalt des Norder Krankenhauses
 Selten gingen bei einem regionalen Thema die verschiedenen Meinungen quer durch alle Bevölkerungsschichten und auch quer durch alle Parteien. Selten ist es auch, dass eine Diskussion mit wenigen greifbaren Tatsachen aber umso mehr Emotionen geführt wurde. Schon die einfachsten Fakten, z. B. die Frage nach der vorhandenen Bettenanzahl der Kliniken Emden, Aurich und Norden sind schon gar nicht in das Bewusstsein gekommen (nach Internetrecherchen hat Emden 370 Betten, Aurich 319 und Norden 252; Personal zusammen ca. 2.100 Personen). Während die Norder CDU sich schon vor der Kommunalwahl im letzten Jahr ganz klar zum Erhalt der Norder Klinik bekannt hatte „Norden – eine Stadt mit guter medizinischer Versorgung“, haben wir seinerzeit schon für ein ganz klares „Ja“ zum Erhalt des hiesigen Krankenhauses plädiert als dem größten Arbeitgeber Vorort. Dazu stehen wir immer noch!
Was wir allerdings kritisieren, ist die zunehmende Manipulation, die sich im „Wahlkampf“ im Vorfeld des Bürgerbegehrens immer mehr feststellen lässt. Aus dem „Ja“ zum Norder Krankenhaus wird bei den Zentralklinikbefürwortern das „Nein“ zur Abstimmung betont. Grundsätzlich ist das ja richtig, denn wenn man sich gegen die Norder Klinik entscheidet, ist man offenbar für die Zentralklinik. Damit wird aber der Eindruck erweckt, es gehe bei dem Bürgerbegehren um das „Ja“ und „Nein“ für die Zentralklinik. Von vielen Bürgern wird die Frage gestellt, was denn nun sei, für die Zentralklinik „Nein“ oder „Ja“? Alles durcheinander! Dies ist aber falsch! Die Frage im Bürgerbegehren lautet, ob man für den Erhalt des Norder Krankenhauses sei: ja oder nein. Nichts anderes. Die Frage nach der Zentralklinik findet sich hier nicht! Auch das „Bange machen“ vor dem Verfall des Norder Krankenhauses zu einer rein Psychiatrischen Klinik ist Manipulation. Keiner weiß, was in 20 Jahren sein wird!
Noch etwas anderes beunruhigt: Was wird denn in dem theoretischen Fall sein, wenn sich die Norder Bürger gegen ihr Krankenhaus entscheiden und die Finanzierungsfrage anschließend negativ ausfällt? Will man dann den Bürgern mitteilen, dass sie sich zwar für eine Zentralklinik entschieden haben, aber leider kein Geld vorhanden ist? Wie unglaubwürdig ist das denn? Die Finanzierung ist nicht gesichert und ist nach dem derzeitigen Kenntnisstand auch nicht zu ermöglichen. Dennoch stimmen wir alle darüber ab. Man bestellt sich ja schließlich auch kein neues Auto, wenn man kein Geld zur Verfügung hat. Dann muss eben das alte Fahrzeug noch einige Jahre halten. 
Was mit der Norder Klinik letzten Endes passieren wird, sind politische Entscheidungen. Wir sollten darauf achten, dass nicht weitere Abteilungen von Norden nach Aurich abgezogen werden und dass das UEK Norden nur noch als Kostenstellenträger für die Defizite verantwortlich gemacht wird. Das sind aber Fragen der politischen Aufsicht und hierin sehen wir unsere Aufgabe in der Kommunalpolitik der Stadt Norden, aber auch des Landkreises Aurich. Die CDU Norden wünscht sich ein „Ja“ für den Erhalt des Norder Krankenhauses. 
 
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