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03.09.2018, 18:19 Uhr | Birgit Deutschländer
Norder CDU Frauen in Peine
Landesdelegiertentag der Frauen Union Niedersachsen
100 Jahre Frauenwahlrecht: Wählen Ja - Teilhabe Nein?

Am 25.08.2018 reisten die Landesdelegierten der Frauenunion im Kreis Aurich und Mitglieder des CDU Stadtverbandes Norden, Astrid Dirks und Birgit Deutschländer, zum Landesdelegiertentag der FU Niedersachsen nach Peine. Unter dem Motto: „100 Jahre Frauenwahlrecht: Wählen ja – Teilhabe nein?“, wurden an dem Tag viele Themen über die Situationen der Frauen innerhalb der Partei gehört. Seit 100 Jahren können Frauen wählen und gewählt werden. Das ist eine große Errungenschaft der Demokratie. Echte Parität in den deutschen Parlamenten bestand jedoch bisher nie und seit einigen Jahren lässt sich beobachten, dass der Anteil der Frauen in den Parlamenten eher wieder rückläufig ist. Die FU Niedersachsen setzt sich dafür ein, den Frauenanteil in den Parlamenten, aber auch in unseren eigenen internen Partei-Gremien langfristig deutlich zu erhöhen. Neben einigen Grußworten von lokalen Politikern, gab es eine Videobotschaft von Annegret Kramp-Karrenbauer. Als Redner waren Dr. Bernd Althusmann (MdL, Landesvorsitzender der CDU in Niedersachsen und niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung), Kai Seefried (Generalsekretär der CDU in Niedersachsen) und Annette Widmann-Mauz (MdB, Vorsitzende der Frauen Union Deutschlands und Staatsministerin für Migration, Flüchtlinge und Integration) vor Ort. Ebenfalls hat die Autorin Dr. Isabell Rohner neue Impulse gegeben mit der Vorstellung ihres Buches: „100 Jahre Frauenwahlrecht: Ziel erreicht! Und weiter?“. Über folgende Anträge wurde an dem Landesdelegiertentag beraten und abgestimmt: - Teilhabe von Frauen an der niedersächsischen Politik Über 51 Prozent der Wahlberechtigten in Niedersachsen sind weiblich, allerdings beträgt der Frauenanteil im Landtag nur 28 Prozent, in der CDU-Fraktion sogar nur 18 Prozent. 25 Prozent der niedersächsischen CDU-Mitglieder sind Frauen, was sich allerdings nicht in den Mandaten widerspiegelt. Nur 20,9 Prozent der kommunalen mandatsträger, 13,8 Prozent der Bürgermeister, 18 Prozent der Landtagsabgeordneten und 23,8 Prozent der niedersächsischen Bundestagsabgeordneten sind Frauen. In politischen Führungspositionen ist der Frauenanteil sogar noch niedriger: Nur 12,5 Prozent der CDU-Fraktionsvorsitzenden in ganz Niedersachsen sind weiblich und auch im geschäftsführenden Vorstand der CDU-Landtagsfraktion beträgt der Frauenanteil 12,5 Prozent. Da sich die Erfahrungen und Lebenswirklichkeiten der Frauen oftmals grundlegend von denen der männlichen Bevölkerung unterscheiden, muss die Steigerung der Vielfalt in den Parlamenten durch die Erhöhung der Teilhabe von Frauen, die neue Blickwinkel auf verschiedenste relevante Sachverhalte bieten können, auch Ziel der Politik sein. Um dieses Ziel zu erreichen, sind unterschiedliche Instrumente und Maßnahmen erforderlich. Die Erhöhung der Frauentielhabe, insbesondere in den Parlamenten, sollte gezielt durch die Maßnahmen Tandem-Projekt, Reißversschlussverfahren und Tandem-Wahlkreise gesteigert werden. - Satzungsänderung Die Satzung der Frauen Union der CDU in Niedersachsen wird wie folgt geändert: In Zukunft gehört zu dem Vorstand eine Mitgliederbeauftragte. Gewählt wurde Frau Michaela Holsten aus dem Kreisverband Rotenburg (Wümme). - Sachanträge Der Landesdelegiertentag setzt sich dafür ein/fordert. - dass das Ehegattensplitting bei der Einkommensteuer beibehalten wird; - dass es bessere Rahmenbedingungen für die Ausbildung zur Hebamme und zur Ausführung des Berufes gibt. Zusätzlich soll es Erleichterungen bei der Versicherungsprämie geben. - dass die Fraktion der CDU im Niedersächsischen Landtag sich für den Etatplan für 2019 und Folgejahre für mehr Schuldenabbau einsetzt. - dass die bestehende Fördermaßnahme, bei der Gemüse, Obst und Milch zur Verfügung gestellt werden, weitergeführt wird. - dass das Projekt: „Transparenz schaffen – von der Ladentheke bis zum Erzeuger“ oder „Kochen mit Kindern“ weiter ausgebaut und verstärkt wird. - dass das Thema „Ernährungsmanagement“ in die Curricular aufgenommen wird.
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