Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Norden haben am 13. September über die künftige Zusammensetzung des Stadtrates und das Amt des Bürgermeisters entschieden. Das Ergebnis bringt deutliche Veränderungen in der politischen Landschaft der Stadt mit sich – und stellt auch die CDU Norden vor neue Aufgaben.
Bei der Bürgermeisterwahl wurde Amtsinhaber Florian Eiben (SPD) mit 68,0 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt. Der CDU-Kandidat Detlef Wallerstein erreichte 11,9 Prozent. Auf Stefan Quellmelz (AfD) entfielen 13,9 Prozent, Lea Marie Nimsgarn (Die Linke) erhielt 6,1 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 61,6 Prozent. Die CDU Norden gratuliert Florian Eiben zur Wiederwahl und wünscht ihm für die kommende Amtszeit eine glückliche Hand zum Wohle der Stadt.
Detlef Wallerstein hat sich in den vergangenen Monaten mit großem persönlichen Einsatz, klaren Positionen und zahlreichen Gesprächen in der gesamten Stadt um das Bürgermeisteramt beworben. Sein Anspruch war es, Wirtschaftskraft, solide Finanzen, Sicherheit, Familienfreundlichkeit und eine bürgernahe Politik stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Das Wahlergebnis ist eindeutig und verdient Respekt. Zugleich gilt allen Bürgerinnen und Bürgern Dank, die ihm ihr Vertrauen ausgesprochen haben.
Bei der Stadtratswahl erreichte die CDU 11,67 Prozent der Stimmen und damit vier der insgesamt 34 zu vergebenden Sitze. Für die CDU werden dem vorläufigen Ergebnis zufolge künftig folgende Mitglieder dem Rat der Stadt Norden angehören:
Fenna de Beer und Volker Glumm errangen ihre Mandate aufgrund ihrer persönlichen Stimmenergebnisse. Detlef Wallerstein und Carola Kriegsmann ziehen über die CDU-Liste in den neuen Stadtrat ein. Damit verbindet die künftige CDU-Ratsvertretung kommunalpolitische Erfahrung mit neuen Perspektiven.
Stärkste Kraft im neuen Rat bleibt die SPD mit 40,56 Prozent und 14 Sitzen. Die AfD erreicht 15,57 Prozent und fünf Sitze, die Wählergemeinschaft ZoB 13,41 Prozent und ebenfalls fünf Sitze. Auf die CDU entfallen vier Mandate, Bündnis 90/Die Grünen erhalten drei, Die Linke zwei und die FDP einen Sitz. Die Wahlbeteiligung bei der Stadtratswahl stieg auf 61,53 Prozent.
Für die CDU ist das Ergebnis ein deutlicher Rückgang. Bei der Kommunalwahl 2021 hatte sie noch 21,29 Prozent und sieben Mandate erreicht. Dieses Ergebnis kann und wird der Stadtverband nicht beschönigen. Es verlangt eine offene und gründliche Analyse: Welche Themen haben die Menschen erreicht? Wo ist es nicht gelungen, Vertrauen zu gewinnen? Und wie muss sich die CDU in Norden künftig personell, inhaltlich und kommunikativ aufstellen?
Auch aus einer kleineren Fraktion heraus wird die CDU ihre Verantwortung für Norden wahrnehmen. Die neue Ratsvertretung wird Entscheidungen konstruktiv begleiten, eigene Vorschläge einbringen und dort widersprechen, wo sie andere Lösungen für erforderlich hält. Maßstab bleibt nicht die parteipolitische Auseinandersetzung, sondern die Frage, was der Stadt und ihren Ortsteilen langfristig dient.
Die kommenden Jahre stellen Norden vor wichtige Entscheidungen: bei den städtischen Finanzen, der wirtschaftlichen Entwicklung, dem Zustand der Infrastruktur, der Zukunft der Innenstadt, der Verkehrspolitik, dem Tourismus sowie bei den Angeboten für Familien, Kinder und ältere Menschen. Dafür braucht es einen Rat, der unterschiedliche Positionen sachlich miteinander abwägt und auch bei schwierigen Fragen entscheidungsfähig bleibt.
Unser Dank gilt allen Kandidatinnen und Kandidaten, die bereit waren, Verantwortung für ihre Stadt zu übernehmen. Ebenso danken wir den vielen Mitgliedern, Unterstützerinnen und Unterstützern, die in den vergangenen Monaten Veranstaltungen organisiert, Informationsstände betreut, Plakate aufgehängt, Flyer verteilt und zahlreiche Gespräche geführt haben. Ein besonderer Dank gilt den ehrenamtlichen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern, ohne deren Einsatz eine demokratische Wahl nicht möglich wäre.
Die CDU Norden nimmt das Votum der Bürgerinnen und Bürger mit Respekt an. Das Ergebnis ist kein Anlass, zur Tagesordnung überzugehen. Es ist der Auftrag, zuzuhören, Schlussfolgerungen zu ziehen und das Vertrauen in eine verlässliche, sachorientierte und bürgernahe Politik neu zu erarbeiten.